Blaualge Dolichospermum

Bei Blaualgen handelt es sich um Bakterien (Cyanobakterien), die wie die Algen Photosynthese zum Wachstum und zur Energiegewinnung betreiben. Die Blaualgen verdanken ihren Namen und ihre blaue Farbe dem Photosynthese-Farbstoff Phycocyanin. Zusätzlich kommt auch das rote Pigment Phycoerythrin vor, so dass es neben blauen auch roten, violetten und bräunlichen Blaualgen gibt.

 

Die Klasse der Blaualgen enthält zahlreiche Arten. Sie kommen fast überall vor und leben in den unterschiedlichsten Biotopen: im Süßwasser, im Brack- und Salzwasser, auf feuchter Erde, in Gletschern, Wüsten und heißen Quellen.

 

Die meisten Blaualgen kommen in Kolonien vor. Blaualgen der Gattung Dolichospermum bilden z.B. fadenförmige Kolonien. Bei Stickstoff-Mangel können sie darüber hinaus Heterocysten bilden, abweichend gebaute Zellen mit dicker Wand, mit deren Hilfe sie Stickstoff aus der Luft binden können. Die Bezeichnung Dolichospermum leitet sich aus dem Lateinischen/Griechischen ab und bedeutet „langgestreckter Samen“, was auf die Form ihrer Dauerzellen (Akineten) hinweist.

 

Bei einem hohen Nährstoffangebot kann es zu Massenentwicklungen von Blaualgen kommen, man spricht auch von „Wasserblüten“. Je nach Art kann es dabei zu einer blauen, grünen oder roten Wasserfärbung kommen. Viele Blaualgenarten können unter diesen Bedingungen Gifte produzieren, die bei Kontakt auch beim Menschen verschiedene Beschwerden verursachen können (z.B. Hautreizungen oder Atembeschwerden).