Die Goldalge Dinobryon bildet häufig strauchig verzweigte Kolonien, die wie kleine Bäumchen aussehen und somit zur deutschen Namensgebung geführt haben:„Becherbäumchen“. Die eigentlichen Zellen sitzen dabei in einem trichter- oder vasenförmigen Gehäuse, der Lorica. Die Kolonien entstehen dadurch, dass die Gehäuse vieler Zellen zusammenhängen. Je nachdem wie dicht die Gehäuse stehen,wieviele Stockwerke sie bilden oder wie sie geformt sind, unterscheidet man mehrere Arten. Auf dem Foto sieht man Dinobryon divergens, deren Gehäuse 35-50 µm lang werden.
Die Süßwasseralge tritt bevorzugt in der kühlen Jahreszeit, im Frühling und Herbst, in oligotrophen (nährstoffarmen) bis leicht eutrophen (nährstoffreichen) Gewässern auf. Viele Goldalgen, so auch Dinobryon, sind zur Mixotrophie befähigt. Sie können einerseits die Lichtenergie durch Photosynthese verwerten als auch Phagocytose („Fressen“) von z.B. Bakterien zur Energiegewinnung nutzen. Diese „gemischte“ Ernährungsweise ermöglicht den Organismen eine größere ökologische Flexibilität.
Die Goldalgen haben ihren Namen von der goldgelben bis braunen Farbe ihrer Zellen erhalten. Ihr wissenschaftlicher Name „Chrysophyceae“ leitet sich aus dem altgriechischen Wort chrysos ( = Gold) ab.